i've thrown my phone against the wall
but still i'm waiting for your call



it's just a fucked up situation and i have no no no more patience


Mein Schlaf hat keinen Rhythmus. Hatte er noch nie, aber es war trotzdem schon mal besser. Besser als das. Am Montag schlepp ich meine komaartige Müdigkeit durch den Tag, bis ich abends dann doch wieder viel zu lange, mit irgendetwas beschäftigt, wach bleibe. Dienstags ist mein erster Wachgedanke, dass ich noch im Wochenende liege. Ab Mittwoch verschlaf ich und Samstags wach ich so pünktlich auf, wie ich es mir ab Mittwoch wünsche würde, schlaf dann aber noch mal und hab spätestens in der Nacht von Sonntag zu Montag kein Auge zugemacht. Ich kapier echt nicht, wieso ich nicht langsam mal im Takt leben kann.

Gestern hab ichs im Gespräch mit einer Freundin etwas zu gut gemeint, befürchte ich. Der 'man kann über alles reden'-Punkt ist ja meist schnell überschritten, wenn man über alles vom Anderen redet. Dabei gings mir nur um sie und dass es ihr gut geht. Und das ist gar nicht so selbstverständlich beim Spiegelhochhalten, denn wenn man ehrlich ist, ist man selbst in zwischenmenschlichen Dingen viel zu oft nur auf sich beschränkt, auf seine Sicht, auf seine Vorurteile, auf seine Einstellungen zu diesem und jenem. Aber ich war es nicht, diesmal wirklich nicht. Natürlich bekam ich mit, dass sie immer leiser wurde und hinterher erschrak ich selbst über meine Intensität, aber es war ohne Vorsatz und aus ganzem Herzen ihr gewidmet, damit sie die Augen öffnet und erkennt, dass sie sich mehr wert sein sollte als das. Und ich bin auch kein fürchterlicher Moralapostel, denn meine Spiegel kann ich auch nicht übersehen. Und es ist vieles bekloppt und unsinnig, von dem, was man aus Liebe tut. Mal verliert man seine Würde, mal vergisst man seinen Stolz, aber nie die Liebe. Ja, so ist es und so kann es passieren. Doch spätestens dann, wenn darin gar kein Glück mehr sondern nur noch ein immerwachsender Selbstzweifel an allem, vom kleinen Zeh bis zum eigenen Verstand, zu finden ist, sollte man doch wenigstens versuchen, sich selbst herauszuretten. Zuletzt die Liebe erlaubt einem zu bleiben, zu hoffen, zu entschuldigen, zu geben und zu ertragen. Doch wenn nicht einmal mehr das von sich behauptet wird, dann. Ja, dann ists am Ende wohl nur die Angst vor dem Ende.

Keine Ahnung, wo diese Schwadronierwut jetzt herkam...kommt wohl grad häufiger vor.
9.7.09 12:35
 


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