i've thrown my phone against the wall
but still i'm waiting for your call



it's just a fucked up situation and i have no no no more patience


Ich bin angespannt, unentspannt. Zum Frühstück gabs Flügel, leihweise. Ich rauche auch wieder mehr, wieder viel mehr, und fühl mich auch noch gut dabei. Wir lieben uns und belassen es einfach dabei. Ich könnte mal in den Urlaub fahren, aber was soll ich da. Seit Tagen und Abenden versuche ich in Herrn Dumas Nacht einzudringen, doch auch diese Wiederholung scheitert an Namen und vorgesetzten Titeln - schlicht: an meiner seitenlangen Ungeduld. Ich atme flach. Um mich herum schwangert es an allen Ecken und dunklen Enden. Woher kommt eigentlich der große Farbklecks en bleu an meinem Bein und gibt es überhaupt noch Rhett Butlers?
1.7.09 11:20


Als Schauplatz dieses üblen Gedankendiebstahls wählte ich keine geringere Örtlichkeit als die Videothek, bei der ich im Vorübergehen den Untertitel eines Films in dem Moment in mein mitgebrachtes Wesen gleiten ließ, als niemand hinsah. Als ich den Parkplatz betrat, konnte ich meinen spontanen und gelungenen Fund unter dem gedämpften Licht einer Laterne näher betrachten... "Jedes Leben berührt ein anderes" ...
 
Zuhause angekommen machte sich mein Herz auf die Suche nach einem geeigneten Fleck und stieß dabei auf die Erinnerung an ein Liebes-Lied-Gedicht Rilkes...
 
"Wie soll ich meine Seele halten, dass sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen? Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas Verlorenem im Dunkel unterbringen, an einer fremden stillen Stelle, die nicht weiterschwingt, wenn deine Tiefen schwingen. Doch alles, was uns anrührt, dich und mich, nimmt uns zusammen wie ein Bogenstrich, der aus zwei Saiten eine Stimme zieht. Auf welches Instrument sind wir gespannt? Und welcher Geiger hält uns in der Hand? O süßes Lied."
 
Daneben will ich nun also meine neueste Seichtheit platzieren. Albern. Und damit beende ich meine Sehnsuchtspinselei in dieser Nacht. Bis an die Sterne.
28.6.09 00:58


Laß keinen Tag deines Lebens vergehen, ohne deine Träume genährt, ohne die Schönheit einfacher Dinge bemerkt und ohne etwas Neues gelernt zu haben. Ob du glücklich bist, hängt letztlich nicht davon ab, in welchem Maß andere dir Gutes oder Schlechtes tun, sondern davon, was du anderen Gutes tun kannst.
...
Die glücklichsten Menschen haben nicht unbedingt das Beste von allem - sie machen nur das Beste aus allem, was ihnen begegnet.


Kitsch - in fast unwirklichen Worten, aber nicht unwahr.
26.6.09 01:05


Ich überschwemme meine Welt mit fremden und ertränke sie darin.
25.6.09 23:38


Ich übermale meine Welt mit fremden.
24.6.09 23:43


Selbst der riesige, so noch nie gesehene Regenbogen mitten über der Stadt, vor hellgrauem, sonnenlichtdurchlässigem Himmelshintergrund täuschte nicht über die anschließenden Blitze und Donner hinweg, die mir vor einigen Tagen in mein Heimchen folgten. Hätte ich einen Fotoapperat -sagt man das noch so?- dabei gehabt, hätte ich ihn auch nicht festgehalten, denn das musste ich ja schon mit dem Lenkrad erledigen. Der kurze Wochenendaufenthalt tat mir gut, viel zu gut. Meine Zeit dort vor einigen Monaten für einige Monate hat mein Heimatherz seinen Weg zurück finden lassen. Und es ging auf. Natürlich dachte ich nach meiner Rückkehr, dass sich das auch wieder ändern würde, sodass ich erneut in gewohnt schizophrene Hin- und Hergerissenheit verfallen könne. Jetzt glaube ich aber, dass sich das nicht wieder ändern wird. Es ist nur noch ein kleiner Stich, der mich bei dem Gedanken hier wegzugehen, streift und der Entschluss festigt sich von Tag zu Tag. Bisher noch nicht so sehr, dass ich schon mit jemandem darüber sprechen sollte, aber innerlich habe ich mich doch schon fast daran gewöhnt. Und fehlen wird mir sowieso immer etwas ... nur fühlt es sich im Moment so an, als wäre es dort weniger als hier. Am Ende wohl wieder nur ein Wunschgedanke, der seinen Ursprung in einem klassischen Fluchtreflex haben könnte.
23.6.09 22:32


Es gab den Anfang, dann gabs mehr als den Anfang und dann gabs kurz das Ende, aber das ist wieder vorbei. Nachdem wir also aufgrund fehlender Wendemöglichkeiten nie unsere Einbahnstraße verlassen haben, sind wir einmal spontan abgebogen, um sofort festzustellen, dass es sich um eine Sackgasse handelt. Das Schild haben natürlich beide gesehen, doch wir ließen es drauf ankommen. Nun wird zügig in einer 3 Züge Wendung das Endende gewendet. Zurück, aber weiter. Weiter, aber ohne Ziel. Hauptsache zum Glück, denn in den Dingen bin ich so ungeduldig, dass es mir schnell schlecht geht, wenn es nicht schnell geht.
14.6.09 16:54


Wo es hinführen soll? Dort, wo es hinführt. Würde es nicht dort hinführen, dann soll es auch nicht dort hinführen. Also führt es ohnehin dorthin, wo es hinführen soll.
11.6.09 13:07


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